Unsere Füße legen während eines Menschenlebens 120 000 km zurück, sie laufen fast 3 Mal um den Erdball. Pro Tag müssen sie 1000 Tonnen Belastung aushalten. Im Fuß sind 26 Knochen über 33 Gelenke miteinander verbunden, über 100 Bänder halten die Strukturen zusammen. 20 Muskeln mit ihren starken Sehnen sorgen für die Bewegung und für festen Stand. Eine Vielzahl von Nerven versorgt die Haut, Muskeln und Sehnen des Fußes. Dadurch können Druck, Dehnungszustand der Muskulatur und der Sehnen sowie Temperatur gefühlt werden. Der Fuß wird so zu einem sensiblen Organ, das Unebenheiten erkennt, einen weichen von einem harten Untergrund unterscheidet, ebenso wie warm und kalt, spitz und stumpf.
Um eine bleibende Schädigung der Füße zu vermeiden, sollten Störungen der Fußmechanik, der Belastung oder Veränderungen an den Knochen und Weichteilen frühzeitig erkannt und wenn möglich adäquat behandelt werden. Nach Ausschöpfen der konservativen Möglichkeiten kann eine operative Vorgehensweise in vielen Fällen die Funktion wiederherstellen, dadurch Schmerzen beseitigen und die kosmetische Erscheinung verbessern. Im Zusammenhang mit den diversen operativen Vorgehensweisen gilt es einige allgemeine Dinge zu beachten. Auch wenn Vorfußoperationen "kleine Eingriffe" sind dauert die Nachbehandlung oft mehrere Wochen oder Monate. Jedoch ist in der Regel direkt nach der Operation das Aufstehen mit einem Spezialschuh rasch möglich. Mit diesem Schuh kann man nach kurzer Zeit voll auftreten. Die Rückkehr zum Arbeitsplatz richtet sich nach dem jeweiligen Beruf. Wenn Sie viel stehend arbeiten, sollten Sie 6-10 Wochen Arbeitsunfähigkeit einplanen. Sollten Sie überwiegend sitzend arbeiten und die Möglichkeit haben den Fuß hochzulegen, können Sie eventuell schon nach 2-3 Wochen mit der Arbeit beginnen.
|
|
Fersensporn (Fasziitis plantaris) |
|
Ein Fersensporn ist ein dornartiger Knochenauswuchs am Fersenbein, bedingt durch eine Verkalkung des fächerförmigen Bandapparates (Plantarfaszie) an der Fußsohle. Der Sporn ist in aller Regel nur wenige Millimeter lang.
Bei starker Überlastung kann es zu Entzündungen und zu kleinen Rissen in der Plantarfaszie kommen. Solche Überlastungen treten z.B. durch langes Stehen auf harten Böden, durch Sport ohne vorheriges Aufwärmen, durch Fehlstellungen des Fußes, bei Übergewichtigen oder aus Altersgründen auf. Um die kleinen Sehnenrisse zu heilen, lagert der Körper - ähnlich wie bei einem Knochenbruch - Kalk an den Verletzungen ab.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Hallux rigidus (Arthrose des Großzehengrundgelenks) |
|
Der Hallux rigidus bezeichnet den Knorpelverschleiß im Großzehengrundgelenk, welcher von Schmerzen sowie einer mehr oder weniger ausgeprägten Einschränkung der Beweglichkeit begleitet wird. Diese Erkrankung ist allenfalls in Ausnahmefällen von größeren Deformitäten der Großzehe begleitet.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Der Hallux valgus ist eine klassische Zivilisationskrankheit. Überwiegend sind Frauen betroffen, welche jahrelang enges und/oder geschlossenes Schuhwerk getragen haben. Beim Hallux valgus kommt es zu einer Abweichung der Großzehe nach außen und einer am äußeren Rand deutlich sichtbaren knöchernen Auswachsung des Mittelfußknochens (sog. "Pseudoexostose"). Der Großzehenballen scheuert am Schuh, wird gereizt und schmerzt.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Eine anlagebedingte oder erworbene Störung des Muskelgleichgewichts verursacht eine Verkrüm-mung einer oder mehrerer kleiner Zehen. Das Mittelgelenk steht nach oben. Das Endglied zeigt steil nach unten und bohrt sich in die Schuhsohle. Schwielen und Druckstellen, auch unter den Mittel-fußköpfchen, entstehen.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Hierbei kommt es zu einer mechanischen Reizung eines Fußnervenastes zwischen dem 2. und 3., häufiger zwischen dem 3. und 4. Mittelfußknochen. Ausgelöst werden die damit verbundenen Schmerzen entweder durch Druck zwischen zwei Mittelfußknochenköpfchen oder Druck gegen die diese Knochen verbindenden Bänder. Die Schmerzen werden typischerweise als "einschießend stechend" oder „elektrisierend“ beschrieben.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
Schneiderballen (Bunionette) |
|
Besteht ein zu großer Winkel zwischen dem 4. und 5. Mittelfußknochen und ragt das 5. Mittelfuß-köpfchen dabei sehr ausladend nach außen, so kann es zu schmerzhaften Druckschwielen in diesem Bereich kommen. Ursächlich kann jedoch auch ein zu großes Köpfchen des 5. Mittelfußknochens oder eine vermehrte Krümmung des Knochens sein. Man faßt dieses Krankheitsbild unter dem Begriff Schneiderballen oder Bunionette zusammen.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|
|
|
|